Karriere planen

„… planen?“

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren – sind Sie das schon einmal gefragt worden? Bei einem Vorstellungsgespräch?

Einem Mitarbeitergespräch? Und was haben Sie geantwortet? Haben Sie sich dabei sicher gefühlt oder haben sie bei der Antwort eher „geraten“ …

Können wir Karriere überhaupt planen? Oder: Kann man Karriere planen, ohne gleichzeitig sein Leben planen zu müssen? Und – haben Sie für Ihr Leben einen Plan? Einen konkreten? Auch wenn das Wörtchen „planen“ eine gewisse Vorhersehbarkeit suggeriert: Man kann Karriere nicht planen. Aber wir können, mit dem richtigen „Werkzeug“, bewusst Weichen stellen. Oder: Sich bewusst werden und Richtungen einschlagen, sich Wege offen halten – und das nicht nur an einem Punkt des Lebens, sondern immer. Um das zu können, hilft es zu sechs Themenkomplexen Stellung zu beziehen.

Diese sind:

Was können Sie besonders gut? Was unterscheidet Sie von Anderen? Was sind Ihre Stärken? Wo haben Sie noch Nachholbedarf und wo wollen Sie Stärken ausbauen? Sich gar mit etwas völlig Neuem befassen?

Grundsätzlich gilt: Je breiter die Basis, desto besser die Ausgangsposition für später. Fokussieren können Sie sich früh genug. Und je breiter die Erfahrungsbasis, desto besser und sicherer können Sie später in einer Managementposition Dinge beurteilen.

Wie steht’s um Ihre Partnerschaft? Wo und wie möchten Sie leben? Haben Sie familiäre Verpflichtungen, oder bahnen sich welche an? Was tun Sie in der Freizeit? Unterschätzen Sie diesen Punkt in der Planung Ihrer beruflichen Ziele nicht! Karriere funktioniert nicht, wenn das private Umfeld nicht passt. Herrscht hier aber Einklang, gibt das Kraft – und die Leistungsfähigkeit steigt an. Auch die Freude daran.

Karriere ist harte Arbeit, es fällt einem nicht zu und auf Glück braucht man gar nicht zu hoffen. Deshalb: Sind Sie bereit für die Extrameile(n!)? Wie stehen Sie zu Überstunden? Denn machen Sie sich nichts vor: Das berufliche Weiterkommen ist nichts als das Ergebnis harter Arbeit.

Netzwerke und persönliche Kontakte sind immer ein wichtiger Bestandteil der Karriere. Sie sind bewusst zu pflegen und auszubauen. Wer kann Ihnen helfen? Wer verschafft Ihnen eine interessante Aufgabe? Wer empfiehlt Sie? Woher bekommen Sie die wichtigen Tipps? Immerhin: Wer Sie empfiehlt, bürgt fast schon für Sie. Das macht vieles einfacher, verpflichtet aber auch.

Stimmt mein Kompass noch? Bin ich auf dem richtigen Weg? Was lief bisher gut, was nicht und warum? Prüfen Sie Ihren Weg immer wieder. Korrigieren Sie entsprechend. Nehmen Sie Ihren bisherigen Weg als lessons learned und analysieren Sie möglichst transparent. Nur so kann man notwendige Korrekturen durchführen.

War’s das wert? Sind Sie zufrieden? Wie ist Ihre Motivation? Zufriedenheit motiviert und Motivation bedeutet Freude und Kraft – und damit auch Spaß.

Unzufriedenheit jedoch schlägt schnell auf die Leistung durch, auch auf die Beurteilung Anderer. Dann wird es schwierig.

Wie ist es bei Ihnen? Sind Sie zufrieden? Sind Ihre Mühen den Aufwand wert? Dabei geht es hier nicht um Kleinigkeiten oder temporäre Downs, da muss man sich durchbeißen und kann davon profitieren. Wenn aber dauerhaft die Zufriedenheit fehlt, läuft etwas schief.